Die Fortpflanzung bei Hund und Katze
Die Fortpflanzung bei Hund und Katze
Wie sich ein Hund fortpflanzt.
Wenn Hündinnen geschlechtsreif werden, also die Lebensphase erreicht haben, wo sie sich fortpflanzen können, fangen die Läufigkeiten an.
Ein Hündin wird im Alter von 6 bis 18 Monaten geschlechtsreif. Grössere Hündinnen reifen i.d.R. später als kleinwüchsige heran. Dennnoch stimmt die Fortpflanzungsfähigkeit des Tieres nicht mit Geschlechstreife überein: bei der ersten Läufigkeit kann die Hündin physisch und psychisch noch nicht auf den Stress einer Schwangerschaft vorbereitet sein.
Mit Ausnahme einiger Rassen des Urtyps, die weniger Läufigkeiten zeigen, sind Hündinnen in der Lage zwei Würfe in einem Jahr zu bekommen. Je nach Rasse sind es jeweils zwischen einem und zehn Welpen. Die mittlere Dauer der Schwangerschaft ist zk. 66 Tage, mit Grenzwerte zwischen 64 und 69 Tagen.
Wird die Fortpflanzung der Hündin nicht überwacht und gut geplant, wächst die Anzahl ungewollter Welpen und das Problem herrenloser und ausgesetzter Hunde verschärft sich.
Die Hündin wird etwa zwei Mal im Jahr läufig und dieser Zustand dauert durchschnittlich drei Wochen. Während dieser Zeit verändert sich ihr Körper und ihr Verhalten. Der Sexualzyklus hat folgende Phasen: Proöstrus, Östrus, Metöstrus und Anöstrus.
Während des Proöstrus (Vorbrunst) schwillt die Vulva an und des kommt zu leichten blutigen Sekretausscheidungen (entsprechen nicht der Menstruation von Frauen!) bis zu dem Zeitpunkt, wo die Hündin den Rüden akzeptiert. Diese Phase dauert durchschnittlich 6-11 Tage, mit Grenzwerten zwischen 4 und 21 Tagen. Die Hündin wird verspielter und verhält sich anders als sonst, sie markiert häufiger ihre Spazierwege mit Urin. Jetzt reifen die Follikel im Eierstock an und das Niveau weiblicher Hormone im Blut steigt.
In der Phase des Östrus (Brunst) lässt die Hündin den Rüden näher kommen und zeigt Deckbereitschaft. Als Signal dafür trägt sie die Rute seitlich in einer charaktzeristischen Haltung.Der Östrus dauert etwa 9 Tage, aber größere Variationen sind möglich.
Diese beiden Phasen werden zusammen als Läufigkeit bezeichnet.
Dies Zeit kann für Hundebesitzer schwierig und stressvoll sein, weil der Geruch der Hündin Rüden anzieht, die sich nicht leicht überzeugen lassen, den Ort zu verlassen und jeden Augeblick der menschlichen Unachtsamkeit nutzen, um einen Paarungsversuch zu starten. Sei es nicht kastierte Rüden als auch läufige Hündinnen suchen jede Möglichkeit der Kontrolle des Besitzers zu entweichen, um an ihr Ziel zu gelangen.
Der Metöstrus fängt an, sobald die Hündin beginnt den Rüden fern zu halten. In dieser Phase, die von 9 bis 12 Wochen lang dauert bildet sich die Gebärmutter zurück und regneriert sich.
Der Übergang zum Anöstrus ist fliessend und nicht merkbar; in dieser lezten Phase ist eine Paarung und Schwangerschaft nicht möglich, 4 bis 11 Monate lang, je nach Rasse und Hund.
Wie sich eine Katze fortpflanzt.
Das Alter bei welchem Hauskatzen geschlechtsreif werden ist variabel. In der Regel zeigen Katzen die ersten Östrus Anzeichen, wenn sie ein Körpergewicht um die 2,5 kg erreichen (mit etwa 6-9 Monaten), aber es gibt auch Individuen bei denen die Pubertät bereits mit 4 Monaten beginnt und andere die erst mit 18 Monaten gechlechtsreif werden.
Paarung und induzierter Eisprung: die Katze ist ein Tier mit reflexbedingtem, induziertem Eisprung. Der durch die Paarung ausgelöste Reiz bewirkt einen Nervenreflex der das Gehirn stimuliert, das Hormon, welches den Eisprung steuert, zu produzieren und auszuschütten.
Wenn die Katze unbefruchtet bleibt, zeigt sie wiederholte Östruszyklen (Rolligkeit) im Frühling, im Sommer und im Herbst. Katzen, die in der Wohnung gehalten werden können auch im Winter rollig werden. Diese Rolligkeit dauert durchschnittlich 3 bis 10 Tage und falls keine Paarung erfolgt, wiederholt sie sich in der Regel alle 2 Wochen während der gesamten Fortpflanzungssaison. Während der Östrus-Phase zeigt sich die Katze sehr schmusig, miaut und reibt sich an vertrauten Menschen und Gegenständen, legt sich flach auf den Bauch und hebt charakteristisch die Schwanzwurzel, wobei sie mit den Hinterpfoten trippelt.
Nach dem Östrus wiederholt die Katze ihren Sexualzyklus unterschiedlich, je nach Jahreszeit, erfolgter Paarung und Fruchtbarkeit des Tieres. So kann es nach einem Östrus ohne Befruchtung zu einem Zyklus ohne Eisprung mit Östrusphasen und Pausen von etwa 18 Tagen kommen, oder es findet dagegen ein spontaner Eisprung statt, mit ein Zyklus, der länger dauert und die Katze erst nach fast zwei Monaten wieder rollig werden lässt.
Wenn sich die Katze dagegen paart, fängt eine Schwangerschaft an. Die Schwangerschaft kann mittels Ultraschall ab dem 11-14 Tag und mittels Radiographie ab dem 40.-45. Tag bestätigt werden. Die mittlere Dauer einer Schwangerschaft ist 63 Tage und es werden 1 bis 8, durschnittlich 4 Kätzchen geboren.



















